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Vorstellungen während der Frühstückspause

Vorstellungen während der Frühstückspause

In der Frühstückspause kommt das Gespräch auf Malte, einen der leitenden Angestellten. Niemand weiß Genaueres über ihn, umso heftiger gedeihen die Gerüchte. Einer der Männer stellt sich vor, was mit Malte geschehen sein könnte. So wenig wahrscheinlich seine Vorstellungen sind, so aufschlußreich sind sie doch. Sie zeugen von der uneingestandenen Sehnsucht nach der Flucht in die Idylle, der Flucht aus der abgestandenen bürgerlichen Existenz, aus dem demütigenden und frustrierenden Machtkampf des Betriebes, in dem einer den anderen zu übertrumpfen sucht. Er stellt sich vor, daß Malte erkannt hat, wie seine Ehe in Langeweile erstickt ist, und nun die Konsequenzen daraus zieht. Er verweigert all den innerbetrieblichen Unredlichkeiten seine Zustimmung und verzichtet auf seine berufliche Karriere. Aber selbst in den träumerischen Vorstellungen wird er von der Wirklichkeit eingeholt.

 

Vgl. auch die Theaterversion dieses Stoffes: Flucht nach Hinterwiesenthalヤ

 

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